Prediger an der St. Bartholomäus Kirche

 

 Zeitraum  Name  Bemerkungen
 um 1300 Conrad Recke
 1533-1552 Wolfgang Gratt wurde von Bauern verprügelt und starb 2 Tage danach an den Verletzungen
 1552-1599 Joachim Reichard vorher Schulmeister in Schraplau
 – Abel Gebler
 1613-1617 Martin Rinckart

Martin Rinckart

Martin Rinckart wurde am 24. April 1586 in Eilenburg als Sohn eines
Böttchermeisters geboren. Als 5 jähriger besuchte er die Lateinschule in
Eilenburg. 1601 kam er in die Thomasschule nach Leipzig und wurde vom
Thomaskantor Seth Calvisus in den Thomanerchor aufgenommen und später
zum Präfekten ernannt. Ab 1602 war er an der Universität Leipzig immatrikuliert.
Trotz bestandener Prüfung zum Baccalaureus (1609) wurde er 1610 nicht als
Diakon in Eilenburg angestellt, weil seine kirchenmusikalischen Pflichten und
Neigungen offenbar sein Theologiestudium behinderten. Im gleichen Jahr erhielt
er eine Kantorenstelle an St.Nicolai zu Eisleben. 1611 wurde er Diaconus an
St.Annen zu Eisleben. 1612 heiratete er in Eisleben Christine, die Tochter des
Rektors Jakob Morgenstern, die 1637 an der Pest starb. Gegen Ende 1613
übernahm er die Pfarrstelle in Erdeborn. 1615 zum Poeta laureatus gekrönt,
erwarb er 1616 die Magisterwürde und wurde 1617 Archidiaconus in Eilenburg,
wo er bis zu seinem Lebensende als Seelsorger wirkte. 1638 heiratete er die
Witwe Barbara Scheffler. Er hatte vier Kinder aus der ersten Ehe und eines aus
der zweiten. Der erstgeborene Sohn Martin und die Tochter Christine starben
1619, die anderen überlebten den Vater. Er starb am 08.12.1649 in Eilenburg.
 1617-1640/43 Martin Jungstand
 1640/43-1650 Burchard Hermann  Pfarrer in Homburg
 1650-1665 Christoph Röhrendörfer
 1665-1698 Johannes Schmid

Pfarrer Schmid

geboren 1629 zu Seegrehna bei  Wittenberg
1698-1702 M. Christian Rötscher
1702-1728 Johann Friedrich Stützing
1728-1755 Johann Peter Hesse
1755–1759 M. Traugott Leberecht Goldt
1759 – 1777 Erdmann Phillip Hüllmann
1777 – 1816 Johann August Dorenberg
 1816 – 1866 Karl Wilhelm Heine Karl Wilhelm Heine wurde am 04.10.1792 als Sohn des Pastors Otto
Aemilius Heine zu Hornburg geboren. Am 28.04.1816 war er zunächst
Substitut des Pastor Dorenberg und bis 1866 Pfarrer in Erdeborn.
Am 28.04.1866 feierte er sein 50-jähriges Amtsjubiläum. Gestorben
ist Karl Wilhelm Heine am 30.01.1881mit 89 1/2 Jahren.
Sein einziger Sohn war Karl Hermann Heine.
 1858 – 1890 Karl Hermann Heine Karl Hermann Heine wurde am 03.05.1827 im Pfarrhaus zu Erdeborn
geboren. Er studierte Theologie und kehrte nach dem Studium nach
Erdeborn zurück, um seinem Vater, Karl Wilhelm Heine, im Amt zur Seite
zu stehen. In dieser Zeit entdeckte er die Heimatforschung für sich.

Er war der Verfasser folgender Schriften:

  • Ein Wandertag an den beiden Mansfelder Seen
  • Zur Geschichte des Dorfes Erdeborn im Mansfeldischen
  • Das Schloss und die Schlosskirche zu Querfurt
  • Wichmann von Seeburg
  • Schloss Seeburg und seine Bewohner

Seit dem 03.02.1858 arbeitete er als Hilfsprediger und vom 29.01.1860 bis
1890 als Pfarrer in Erdeborn. Er starb am 27.03.1914 in Halle, wo er auf
dem Laurentiusfriedhof begraben wurde.

 1894 – 1904 Karl T. G. AxenfeldKarl Axenfeld Karl Theodor Georg Axenfeld wurde geboren am 6. März 1869 in Smyrna
(Kleinasien). A. wuchs als Sohn des preußischen Konsulatspfarrers in
Smyrna, Julius Axenfeld, und dessen Frau Antonie, geb. Link, zunächst in
seiner Geburtsstadt, dann in Godesberg am Rhein auf. Ostern 1887 legte er
die Abiturprüfung am Königlichen Gymnasium in Bonn ab. Nachdem er sich
ursprünglich in Bonn für Rechts- und Staatswissenschaften immatrikuliert
hatte, studierte er Theologie an den Universitäten Berlin und Halle. Nach dem
ersten theologischen Examen wurde A. 1892 Lehrer am Evangelischen
Pädagogium in Godesberg. Die von den Hallenser Lehrern gewünschte
akademische Laufbahn schlug A. mit Rücksicht auf seinen bereits jetzt
schwachen Gesundheitszustand aus. 1893 trat er als Vereinsgeistlicher in
den Dienst der Inneren Mission. Am 26. September 1894 wurde er ordiniert
und mit der Wahrnehmung einer Pfarrstelle in Erdeborn bei Eisleben
(Sächsische Kirchenprovinz) beauftragt. Während dieser Zeit trat A. mit
Gustav Warneck (1834-1910), einem der führenden Vertreter des deutschen
Missionswesens, der in der Hallenser Nachbarschaft als Pfarrer amtierte, in
Verbindung. Warneck weckte bei A. die Begeisterung für missionarische
Tätigkeit in außereuropäischen Gebieten und führte ihn in die bestehenden
Organisationen und kirchlichen Verbände des Missionswesens ein. 1902
wurde A. Provinzial-Missionssekretär für die Provinz Sachsen. 1904 schied
er aus dem Pfarramt aus, um sich, zunächst in der Funktion eines hauptamtlichen
Missionssekretärs des Berliner Missionswerkes, dem neuen Tätigkeitsfeld mit
ganzer Kraft widmen zu können. 1912/13 machte A. eine mehrmonatige
Visitationsreise durch das südwestafrikanische und das ostafrikanische
Kolonialgebiet. Nach seiner Rückkehr, noch im Jahre 1913, wurde A. zum
Missionsdirektor bei der Berliner Missionsgesellschaft berufen. Zum 4.
Februar 1921 wurde A. in das Amt des Generalsuperintendenten der
Kurmark berufen. Dann brach unter der permanenten Arbeitsüberlastung der
durch wiederholte schwere Erkrankungen ohnedies sehr geschwächte Körper
zusammen. Eine Gesundung trat nicht mehr ein; nach längerem Krankenlager
starb A. am 11. Juni 1924 im Alter von 55 Jahren. Der Vater Axenfeld’s, Julius
Axenfeld, Begründer des evangelischen Vereines für innere Mission, widmete
der Erdeborner Kirche eine kostbare Bibel die noch heute dort ausliegt.
 1904-1916 Herrmann Hofmann
 1917-1934 Johann Schiffmann
 1936-1957 Rudolf Frommhagen  ,
 1957-1979 Kurt Milus

Kurt Milus

Kurt Milus wurde am 07.06.1914 in Hindenburg in Oberschlesien als zweites
von vier Kindern geboren. Sein Vater war Königlicher Schutzmann, in späteren
Jahren Polizeibeamter. Die Familie wechselte öfters ihren Wohnort. Zur Schule
kam er in Hindenburg, in Königsberg in Ostpreußen ins Gymnasium und sein
Abitur machte er 1934 in Zeitz. Sein Berufswunsch, Missionar zu werden,
erfüllte sich nicht. Nach Arbeitsdienst und Militärdienst schlug er eine
Finanzlaufbahn ein und wurde Steuerinspektor. 1940 heiratete er Katharina
Bartsch und wohnte in Eisleben. Dort wurden auch die drei Kinder 1943, 1944
und 1946 geboren. Bei Kriegsausbruch wurde er eingezogen. Am 07.09.1941
wurde er schwer verwundet. Er hatte einen Kopfdurchschuss, überlebte, litt
aber sein Leben lang an Kopfschmerzen. Nach dem Krieg und der
Gefangenschaft kehrte er zu seiner Familie zurück. Nun nahm er die Gelegenheit
wahr, doch noch als Prediger in den Dienst der Kirche zu treten. In der Lutherstadt
Wittenberg besuchte er drei Jahre die Predigerschule, auch wenn er dann getrennt
von seiner Familie leben musste. 1952 begann er seinen Dienst in Hornburg, Kreis
Querfurt, und zog mit der Familie dorthin. 1954 starb seine Frau, die ihn in seinem
Amt sehr unterstützt hatte, an Krebs. Mit den drei Kindern konnte er nicht allein
bleiben. Er heiratete 1955 Barbara Steffler. In dieser Ehe wurden wieder drei Kinder
geboren, 1956, 1957 und 1959.
Die Kirchgemeinde Erdeborn übernahm Pastor Milus
1957 zusätzlich zu seinen Gemeinden Hornburg und Alberstedt. Bis zu seiner
Pensionierung betreute er auch Erdeborn. In dieser Zeit wurde unter anderem das
elektrische Geläut in der Kirche eingebaut und die Orgel wurde renoviert und
bekam ein elektrisches Gebläse. Pastor Milus baute einen Posaunenchor auf
und leitete ihn. Mit dem aktiven Gemeindekirchenrat arbeitete er gut zusammen.
1979 wurde er pensioniert und zog mit seiner Frau und dem jüngsten Sohn in
das Pfarrhaus Erdeborn. Die Pfarrwohnung hatte sieben Jahre leer gestanden.
Auch jetzt, da die Gemeinde nun von Seeburg aus betreut wurde, wirkte er
noch im Gottesdienst und seelsorgerlichem Dienst mit. Er starb, 77jährig, am
07.09.1991, genau 50 Jahre nach seiner Verwundung durch den Kopfschuss.
Dankbar Gott gegenüber und in seinem Dienst wurden ihm noch 50 Lebensjahre
geschenkt. Er wurde auf dem Friedhof in Erdeborn unter großer Anteilnahme
beerdigt.
 1979-1985 Gerhard Müller
 1985-1986  Burckhard Müller
 1986-1999  Christoph Blaschke
 1999-2009  Marina Mönnich
 2009-2011  Vakant Pf. O. Meyer Polleben, Prädikant T. Körnig, Mansfeld
 seit 2011  Prädikant T. Körnig