Standort um 300 Meter verschoben
VON DANIELA KAINZ, 29.06.11, 18:43h, aktualisiert 29.06.11, 20:35h
ERDEBORN/MZ. Die Vorbereitungen für den Bau einer Biomethan-Anlage am Ortsrand von Erdeborn werden fortgesetzt. Nachdem der Rat der Seegebietsgemeinde am Dienstagabend sein Einverständnis zur Erarbeitung eines entsprechenden Bebauungsplanes gab, wollen die Projektentwickler das Vorhaben nun weiter vorantreiben - aber auf einer anderen Fläche.
Wie Sven Haberland von der RES Projects GmbH vor der Abstimmung sagte, hätten die Investoren den ursprünglichen Standort der Anlage korrigiert, um "mögliche Geruchsbelästigungen, die für Erdeborn entstehen könnten", zu vermeiden. "Wir sind zu einem Alternativstandort gekommen, der 300 Meter weiter nordöstlich in Richtung der L 164 liegt", sagte er.
Die Entfernung bis nach Erdeborn beträgt ihm zufolge etwas über einen Kilometer. Die Anlage würde jetzt auch näher an die Gasleitung des Mitgas-Unternehmens heranrücken, in die das Biomethan eingespeist werden soll. Schlachtabfälle, so versicherten die Planer bereits im Vorfeld, sollen in der Produktion nicht eingesetzt werden. Die Gärreste werden den Bauern als Dünger bereitgestellt.
Der Beschluss über den Bebauungsplan sollte ursprünglich schon auf der vorhergehenden Gemeinderatssitzung gefasst werden. Die Entscheidung wurde aber wegen der fehlenden Stellungnahme des Erdeborner Ortschaftsrates zurückgestellt. Inzwischen hat dieses Gremium den Bau der Anlage befürwortet.
Vorab hatte auch noch eine Bürgerversammlung stattgefunden, in der die Projektentwickler das Vorhaben detailliert vorstellten und Fragen beantworteten. In der Folge kam es zur Korrektur des zunächst favorisierten Standortes.
Die Inbetriebnahme der Anlage hält Projektentwickler Haberland frühestens im August beziehungsweise September des Jahres 2013 für möglich. So lange würde das weit reichende Genehmigungsverfahren samt einzuholender Gutachten, Stellungnahmen und Anhörungen dauern. In diesem Zusammenhang müsse auch noch ein städtebaulicher Vertrag mit der Gemeinde geschlossen werden, in dem unter anderem der Winterdienst zur Anlage geregelt wird.
Rund neun Millionen Euro wird der Bau der Anlage kosten. Sie soll auf einer rund 3,5 Hektar großen Fläche entstehen. Nach Vorstellungen der Planer könnten dort pro Jahr rund 30 000 Tonnen nachwachsende Rohstoffe wie Mais verarbeitet werden.
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